Wie verändert sich die Hautbarriere im Jahresverlauf?

Die Anforderungen an die Hautbarriere ändern sich mit den Jahreszeiten: Kälte, Hitze, Sonne und trockene Raumluft beanspruchen die äußerste Hautschicht auf unterschiedliche Weise. Damit die Hautbarriere ihr Gleichgewicht halten kann, muss die Pflege diesen wechselnden Bedingungen über das Jahr folgen.

Was die Hautbarriere leistet

Die Hautbarriere ist die äußerste Schicht der Haut. Sie hält Feuchtigkeit im Inneren und schützt vor äußeren Einflüssen. Ihr Zusammenhalt beruht auf einem fein abgestimmten Verhältnis aus Hautfetten (Lipiden), feuchtigkeitsbindenden Stoffen und einer gesunden, sauren Hautoberfläche (natürlicher pH-Wert etwa 4,7 bis 5,5). Ändern sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung, verändert sich auch, wie stark diese Schutzschicht beansprucht wird. Die Haut gleicht vieles selbst aus; eine passende Pflege kann sie dabei entlasten und in ihrem Gleichgewicht unterstützen.

Winter

Im Winter treffen mehrere Faktoren zusammen. Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf, kalter Wind trägt Feuchtigkeit von der Hautoberfläche ab. Trockene Heizungsluft in Innenräumen entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Der häufige Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmen, trockenen Räumen fordert die Hautbarriere besonders. In der Kälte drosseln die Talgdrüsen ihre Aktivität, sodass der schützende Fettfilm auf der Oberfläche dünner ausfällt.

Spürbar wird das oft als Spannungsgefühl, Trockenheit, Rauheit oder als empfindliche, zu Rötungen neigende Haut, vor allem an exponierten Stellen wie Wangen, Nase und Handrücken. In dieser Zeit braucht die Hautbarriere vor allem zweierlei: einen Schutz nach außen, der Feuchtigkeit hält und Wind wie Kälte abpuffert, und Bausteine, die ihren Zusammenhalt unterstützen.

Sommer

Im Sommer ist die Belastung anders gelagert. Sonne bedeutet UV-Strahlung, die die Hautoberfläche fordert und über die Zeit den Zusammenhalt der Barriere beanspruchen kann. Häufiges Schwitzen, Salz und wiederholtes Reinigen können die Oberfläche zusätzlich strapazieren. Klimatisierte Innenräume sind wie Heizungsluft im Winter trocken und entziehen der Haut Feuchtigkeit, auch wenn es draußen warm und schwül ist. Chlor- und Salzwasser sowie längere Sonnenbäder tun ein Übriges.

Die Talgproduktion ist bei Wärme meist höher, weshalb sich die Haut im Sommer für viele weniger trocken anfühlt. Der Pflegebedarf verlagert sich deshalb: weniger von einem schweren Schutzfilm, mehr von leichter, gut einziehender Feuchtigkeitspflege und einem umsichtigen Umgang mit Sonne. Zuverlässiger UV-Schutz gehört in dieser Zeit zu jeder Routine.

Übergangszeiten

Frühling und Herbst sind von schwankenden Bedingungen geprägt. Innerhalb weniger Tage kann es von mild zu kalt, von feucht zu trocken wechseln, oft mehrfach. Die Hautbarriere muss sich immer wieder neu einstellen, und genau dieses ständige Nachjustieren macht die Übergangszeiten anspruchsvoll. Zu Beginn des Herbstes wirkt frühere Sonnenbelastung nach, im Frühling folgt die Haut noch dem Winterzustand.

In diesen Phasen ist Beobachtung hilfreich: Fühlt sich die Haut eher spannend und trocken an, oder eher belastet und unruhig? Die Pflege darf hier mitwandern, statt starr an einem Sommer- oder Winterprogramm festzuhalten.

Pflege über das Jahr anpassen

Das Grundprinzip bleibt in jeder Jahreszeit gleich: die Hautbarriere entlasten und ihr Gleichgewicht halten. Wie das gelingt, unterscheidet sich saisonal.

Im Winter darf die Pflege reichhaltiger und schützender sein, um Feuchtigkeit zu halten und die Haut gegen Kälte und trockene Luft abzuschirmen. Im Sommer darf sie leichter ausfallen, mit dem Schwerpunkt auf Feuchtigkeit und Sonnenschutz. In den Übergangszeiten lohnt es sich, die Pflege am tatsächlichen Hautgefühl auszurichten und schrittweise umzustellen.

Über alle Jahreszeiten hinweg gilt: schonend bleiben. Milde Reinigung, kein Überpflegen, keine abrupten Wechsel. Wer die Pflege dem Jahresverlauf anpasst, unterstützt die Hautbarriere darin, ihre Aufgaben zu erfüllen und im Gleichgewicht zu bleiben, ohne sie zusätzlich zu strapazieren.

Der Lubana-Ansatz

Lubana arbeitet mit naturbasierter, basischer Pflege mit einem basischen pH-Wert von 7,6. Sie ist darauf ausgelegt, das Gleichgewicht und die Regeneration der Hautbarriere zu unterstützen — zurückhaltend formuliert, seit über 15 Jahren, in der Apotheke erhältlich.

Quellen

  • Lambers H, Piessens S, Bloem A, Pronk H, Finkel P. Natural skin surface pH is on average below 5, which is beneficial for its resident flora. Int J Cosmet Sci. 2006;28(5):359–370.
  • Proksch E, Brandner JM, Jensen J-M. The skin: an indispensable barrier. Exp Dermatol. 2008;17(12):1063–1072.

Lubana — inhabergeführte Naturkosmetik, seit 2009, NCS- und ECO-Control-zertifiziert.